Ist ein dyshidrotisches Ekzem ansteckend?

Bläschen an Handflächen und Fingern sehen beunruhigend aus, und viele Menschen fragen sich, ob man sie „bekommen" oder auf andere übertragen kann. Dieser Artikel gibt eine klare, faktenbasierte Antwort und erklärt, warum ein dyshidrotisches Ekzem entsteht — und wann es sinnvoll ist, einen Arzt aufzusuchen.

Zusammenfassung

Das dyshidrotische Ekzem (Pompholyx) ist nicht ansteckend. Es lässt sich weder durch Berührung noch bei normalem körperlichem Kontakt übertragen — es ist keine Infektion, sondern eine innere (endogene) entzündliche Hautreaktion, die mit Genetik, Atopie und Auslösern wie Stress, Schwitzen, Nickel oder Reizstoffen zusammenhängt. Bei schwereren Formen kann sich der Ausschlag über die eigenen Hände oder Füße ausbreiten, überträgt sich aber nicht auf andere Körperstellen oder andere Personen. Da die Bläschen einigen ansteckenden Erkrankungen ähneln können, sollte man sie bei Unsicherheit oder Infektionszeichen ärztlich abklären lassen.

Ist ein dyshidrotisches Ekzem ansteckend?

Nein. Das dyshidrotische Ekzem (Pompholyx) ist nicht ansteckend — es lässt sich weder durch Berührung der Haut einer anderen Person noch bei normalem körperlichem Kontakt übertragen [1][2]. Auch wenn die Bläschen „infektiös" aussehen können, handelt es sich nicht um eine Infektion, sondern um einen inneren (endogenen) entzündlichen Hautzustand — also ein Ekzem, keine übertragbare Erkrankung [3][4].

 

Warum es nicht ansteckend ist — die Ursachen

Die genaue Ursache ist nicht bekannt, angenommen wird jedoch ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren; die Erkrankung ist häufig mit Atopie verbunden und tritt familiär gehäuft auf [2][4]. Auslöser sind oft Stress, übermäßiges Schwitzen, Kontakt mit Nickel oder Kobalt und Reizstoffe — also äußere und innere Faktoren, kein übertragbarer Erreger [3][4]. Genau deshalb kann man es sich von niemandem „einfangen".

 

Kann es sich „ausbreiten"?

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen „ansteckend" und „ausbreiten". Bei schwereren Formen kann sich der Ausschlag von den Fingern auf die Handflächen oder Fußsohlen ausbreiten, in schweren Fällen auch auf die Handrücken und Fußrücken. Er breitet sich jedoch nicht auf andere Körperstellen aus und überträgt sich nicht auf andere Personen [2].

Eine „Ausbreitung" innerhalb der eigenen Hände und Füße ist nicht dasselbe wie Ansteckung. Das Ekzem bleibt auch bei normalem körperlichem Kontakt nicht übertragbar [2].

 

Wann es einer ansteckenden Erkrankung ähnelt

Das dyshidrotische Ekzem kann optisch einigen ansteckenden Hauterkrankungen ähneln — etwa Pilzinfektionen („Fußpilz") oder bakteriellen Infektionen. An sich ist es jedoch keine Infektion; mitunter entsteht es sogar als Hautreaktion (sogenannte Id-Reaktion) auf einen Fußpilz an anderer Körperstelle [3][4]. Da flüssigkeitsgefüllte Bläschen anderen Erkrankungen ähnlich sehen können, sollte man einen unklaren oder neuen Ausschlag ärztlich abklären lassen [3][4].

 

Vorsicht vor Sekundärinfektion

Das Ekzem selbst bleibt nicht ansteckend, aber aufgekratzte, geschädigte Haut kann sich sekundär bakteriell infizieren (am häufigsten Staphylococcus aureus) [3][4]. Anzeichen einer Infektion — gelbe Flüssigkeit oder Eiter, zunehmende Rötung, Schmerzen, Schwellung, Krustenbildung — sind ein Grund für einen Arztbesuch [5].

 

Wie man empfindliche Haut pflegt

Auch wenn es nicht ansteckend ist, kann ein dyshidrotisches Ekzem sehr belastend sein. Neben einer eventuellen ärztlichen Behandlung hilft sanfte tägliche Pflege: regelmäßiges Rückfetten (Emollienzien), das Meiden von Reizstoffen und aggressiven Seifen sowie der Schutz der Hände [2]. EPIDERMA® bietet kosmetische Produkte für die tägliche Pflege empfindlicher Haut — sanft, feuchtigkeitsspendend und dermatologisch getestet. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung, ergänzen aber die übliche tägliche Pflege.

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Häufig gestellte Fragen

Nein. Das dyshidrotische Ekzem überträgt sich weder durch Berührung noch bei engem Kontakt — es ist nicht ansteckend [1][2].

Flüssigkeitsgefüllte Bläschen können ansteckenden Erkrankungen ähneln, etwa Pilz- oder bakteriellen Infektionen. Das Ekzem selbst ist jedoch keine Infektion. Lassen Sie den Ausschlag bei Unsicherheit ärztlich abklären [3][4].

Bei schwereren Formen kann es sich innerhalb der Hände und Füße ausbreiten, nicht jedoch auf andere Körperstellen oder andere Personen [2].

Wenn sich der Ausschlag nicht bessert, wiederkehrt oder Anzeichen einer Infektion zeigt (Eiter, zunehmende Schmerzen, Schwellung, Krusten), oder wenn Sie sich bei der Diagnose unsicher sind [3][5].

 

Quellen

[1] American Academy of Dermatology (AAD). Dyshidrotic eczema: Overview. aad.org

[2] Cleveland Clinic. Dyshidrotic Eczema. my.clevelandclinic.org

[3] DermNet (Jain MA, Jarrett P; rev. Coulson I). Dyshidrotic eczema (Pompholyx, Vesicular Hand Eczema). dermnetnz.org/topics/dyshidrotic-eczema

[4] Medscape / eMedicine. Dyshidrotic Eczema (Pompholyx): Background, Etiology, Clinical Presentation. emedicine.medscape.com/article/1122527-overview

[5] Patient.info (klinisch begutachtet). Pompholyx: Causes, Symptoms and Treatment. patient.info

 

MUDr. Jiří Skalický
Gründer von EPIDERMA®

Dieser Artikel dient Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Lassen Sie einen unklaren oder infektiös wirkenden Ausschlag von einem Dermatologen abklären.