Das dyshidrotische Ekzem (Pompholyx) ist eine unangenehme, aber gut beherrschbare Hauterkrankung. Dieser Artikel fasst zusammen, welche Pflege- und Behandlungsmöglichkeiten die Dermatologie heute bietet — von der grundlegenden täglichen Pflege bis zu Verfahren, die ein Arzt verordnet. Er ist keine Anleitung zur Selbstbehandlung; das Ziel ist, dass Sie die Möglichkeiten verstehen und ein informiertes Gespräch mit Ihrem Dermatologen führen können.
Das dyshidrotische Ekzem (Pompholyx) ist eine chronische, juckende Hautreaktion mit kleinen Bläschen an Handflächen, Fingern und Fußsohlen; die genaue Ursache ist nicht bekannt. Grundlage der Pflege sind Emollienzien und — beim Schub — topische Kortikosteroide auf ärztliche Verordnung. Bei schwereren Formen kommen Phototherapie, Calcineurin-Inhibitoren, kurzzeitige orale Kortikosteroide oder Alitretinoin infrage; bei therapieresistentem chronischem Handekzem ist in der EU neu auch der topische JAK-Inhibitor Delgocitinib zugelassen. Wichtig ist die Vorbeugung: Reizstoffe meiden, bei empfindlichen Personen Nickel und Kobalt, und Stress reduzieren.
- Was ist ein dyshidrotisches Ekzem
- Grundlage der Pflege: Emollienzien und Feuchtigkeit
- Topische Kortikosteroide
- Wenn die topische Behandlung nicht ausreicht
- Neuere Möglichkeiten bei therapieresistenten Fällen
- Auslöser und Vorbeugung
- Wie sanfte tägliche Pflege unterstützen kann
- Häufig gestellte Fragen
- Quellen
Was ist ein dyshidrotisches Ekzem
Das dyshidrotische Ekzem, fachlich Pompholyx, ist eine juckende, chronische und wiederkehrende Hautreaktion an Handflächen, Fingern und Fußsohlen. Typisch sind kleine, tief sitzende, 1–2 mm große, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die nach einigen Wochen abklingen, wobei sich die Haut zu schuppen beginnt. Die genaue Ursache ist nicht bekannt und steht — anders als eine ältere Theorie annahm — nicht mit einer Verstopfung der Schweißdrüsen in Zusammenhang [1].
Grundlage der Pflege: Emollienzien und Feuchtigkeit
Der erste Schritt in der Pflege sind Emollienzien (rückfettende Pflegeprodukte). Sie sollten regelmäßig und anstelle von Seife verwendet werden, damit die Haut nicht austrocknet und sich die gestörte Hautbarriere erholen kann. Emollienzien sind die Grundlage, auf der erst weitere Maßnahmen aufbauen [2].
Topische Kortikosteroide
Beim Schub sind topische Kortikosteroide die Grundlage der ärztlichen Behandlung. Sie helfen, die Entzündung zu lindern und die Heilung von Rissen zu beschleunigen. Sie werden üblicherweise in kurzen Anwendungszyklen verordnet, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren [2][3]. Über die Anwendungsdauer und die Stärke des Präparats entscheidet stets der Arzt je nach Ausmaß und Schwere des Befundes.
Topische Kortikosteroide gehören in ärztliche Hand. Passen Sie Anwendungsdauer und Präparatstärke nicht selbst an — darüber entscheidet der Dermatologe.
Wenn die topische Behandlung nicht ausreicht
Bei schwereren oder nicht ansprechenden Formen stehen dem Dermatologen weitere Möglichkeiten zur Verfügung: kurzzeitige systemische (orale) Kortikosteroide bei sehr starken Schüben, Calcineurin-Inhibitoren, Phototherapie (PUVA oder Schmalband-UVB) sowie bei Erwachsenen mit schwerem, auf starke Kortikosteroide nicht ansprechendem Ekzem auch orales Alitretinoin (Toctino) [2][4]. Mitunter werden auch Bäder mit Kaliumpermanganat eingesetzt [5].
Neuere Möglichkeiten bei therapieresistenten Fällen
Bei therapieresistenten (wiederkehrenden) Fällen beschreibt die Fachliteratur eine Besserung unter Dupilumab [4]. Für das chronische Handekzem — zu dem auch die vesikuläre (dyshidrotische) Form an den Händen zählt — wurde in der EU zudem der topische JAK-Inhibitor Delgocitinib (Anzupgo®) zugelassen, für Erwachsene, bei denen topische Kortikosteroide nicht ausreichen oder nicht geeignet sind [6]. Es handelt sich um Verfahren, die dem Facharzt vorbehalten und an eine konkrete Indikation gebunden sind.
Auslöser und Vorbeugung
Eine wichtige Rolle spielt das Meiden von Auslösern. Empfohlen wird, reizende Stoffe (aggressive Seifen, Lösungsmittel, Reinigungsmittel) zu meiden, bei empfindlichen Personen auch den Kontakt mit Nickel und Kobalt, auf ein Pflegeregime für die Hände zu achten und Stress zu reduzieren, der Schübe verschlimmern kann [4]. Bei Anzeichen einer Infektion (gelbe Flüssigkeit, zunehmende Rötung, Schmerzen, Schwellung, Krustenbildung) ist ein Arztbesuch angezeigt [7].
Wie sanfte tägliche Pflege unterstützen kann
Neben der ärztlichen Behandlung ist die tägliche sanfte Hautpflege eine Stütze. Ausgewählte Produkte der Reihe EPIDERMA® mit dem patentierten Wirkkomplex Betuldiol® sind sanft und auch für empfindliche Haut geeignet. Sie ersetzen keine ärztliche Behandlung, ergänzen sie aber im Rahmen der üblichen täglichen Pflege und Feuchtigkeitsversorgung. Wir empfehlen, das Vorgehen stets mit Ihrem Dermatologen zu besprechen.
Zur Unterstützung der Haut von innen: DermBalance Complex® — ein Nahrungsergänzungsmittel mit Zink, Omega-3, Kurkuma und Probiotika. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
Mehr über DermBalance Complex® erfahrenNahrungsergänzungsmittel. Kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung. Nicht geeignet für Schwangere, Stillende und Kinder unter 12 Jahren.
Häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine chronische, wiederkehrende Erkrankung mit unsicherer Ursache. Ziel der Pflege ist es, Schübe zu beherrschen, die Heilung zu beschleunigen und Rückfällen vorzubeugen — nicht eine einmalige Beseitigung. Bei vielen Menschen bessert sich der Zustand abwechselnd und kehrt wieder [1].
Grundlage ist die regelmäßige Anwendung von Emollienzien und — beim Schub — topische Kortikosteroide auf ärztliche Verordnung. Erst wenn das nicht ausreicht, kommen weitere Verfahren infrage [2].
Topische Kortikosteroide werden üblicherweise in kurzen Anwendungszyklen verordnet, um Risiken zu minimieren. Über Dauer und Stärke entscheidet stets der Arzt [2][3].
Bei jedem Bläschenschub, der sich nicht bessert, wiederkehrt oder Anzeichen einer Infektion zeigt (Eiter, zunehmende Schmerzen, Schwellung, Krusten). Der Facharzt beurteilt die geeignete Behandlung einschließlich Phototherapie oder stärkerer Präparate [3][4].
Quellen
[1] DermNet (Jain MA, Jarrett P). Dyshidrotic eczema (Pompholyx, Vesicular Hand Eczema). dermnetnz.org/topics/dyshidrotic-eczema
[2] National Eczema Society. Pompholyx (dyshidrotic) eczema. eczema.org
[3] NHS / nidirect. Pompholyx (dyshidrotic eczema). nidirect.gov.uk
[4] Medscape / eMedicine. Dyshidrotic Eczema (Pompholyx) Treatment & Management. emedicine.medscape.com/article/1122527-treatment
[5] National Eczema Society (UK). Pompholyx / dyshidrotic eczema — Kaliumpermanganat (Bäder). eczema.org.uk
[6] Dermatology Times. FDA Approves LEO Pharma's Delgocitinib for Chronic Hand Eczema (nennt auch die frühere Zulassung durch die Europäische Kommission, 2024). dermatologytimes.com
[7] Patient.info (klinisch begutachtet). Pompholyx: Causes, Symptoms and Treatment. patient.info
MUDr. Jiří Skalický
Gründer von EPIDERMA®
Dieser Artikel dient Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Besprechen Sie die Behandlung des dyshidrotischen Ekzems mit einem Dermatologen.
